E-Mails sind wie Postkarten: Jeder, der sie auf dem Weg abfängt, kann sie lesen. Hier erfährst Du, wie Du Deine E-Mails schützen kannst und welche Anbieter Deine Privatsphäre respektieren.
Stell Dir vor, Du schreibst eine Postkarte: Jeder Briefträger auf dem Weg kann lesen, was draufsteht. Genauso funktioniert eine normale E-Mail. Sie wird im Klartext über verschiedene Server geschickt, und theoretisch kann jeder mitlesen, der Zugang zu einem dieser Server hat.
Deshalb ist Verschlüsselung bei E-Mails so wichtig – sie macht aus der Postkarte einen versiegelten Brief, den nur der Empfänger öffnen kann.
Wichtig: Selbst wenn der Transportweg verschlüsselt ist (TLS), kann der E-Mail-Anbieter selbst Deine Nachrichten noch lesen. Nur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (S/MIME oder PGP) schützt wirklich.
Es gibt zwei verbreitete Standards, um E-Mails zu verschlüsseln:
So funktioniert der Schlüsselaustausch: Stell Dir ein Vorhangschloss vor, das Du offen an alle Deine Kontakte verteilst (öffentlicher Schlüssel). Jeder kann damit eine Nachricht „abschließen“, aber nur Du hast den passenden Schlüssel zum Öffnen (privater Schlüssel). So kann Dir jeder verschlüsselt schreiben, ohne dass Ihr vorher ein gemeinsames Passwort vereinbaren müsst.
Nicht alle E-Mail-Dienste sind gleich – besonders beim Datenschutz gibt es große Unterschiede:
Tipp: ProtonMail oder Tuta sind die beste Wahl, wenn Dir Privatsphäre wichtig ist. Beide bieten kostenlose Versionen und verschlüsseln Deine Mails automatisch.
Kennst Du Mails, die Dich auffordern, sie an 10 Freunde weiterzuleiten? Oder Warnungen vor angeblichen Viren, die sich als Falschmeldung herausstellen? Das sind sogenannte Hoaxes – digitale Falschmeldungen, die sich per E-Mail verbreiten.
Häufige Arten von E-Mail-Hoaxes:
Achtung: Leite niemals Kettenmails weiter! Klicke niemals auf Links in verdächtigen E-Mails. Gib niemals Passwörter oder Bankdaten per E-Mail preis – seriöse Unternehmen fragen das nicht per Mail ab.
Tipp: Auf hoaxinfo.de findest Du eine umfangreiche Liste bekannter E-Mail-Hoaxes. Bevor Du eine Warnung weiterleitest, prüfe dort, ob es sich um eine Falschmeldung handelt.